Am 20. April 2026 fand ein Netzwerktreffen zum Thema „Sport für Alle“ statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Verbänden und Institutionen aus der Region kamen zusammen, um sich über bestehende Angebote auszutauschen und neue Impulse für mehr Inklusion im Sport zu setzen.
Mit dabei waren unter anderem:
- Andreas Gabler (BLSV Kreis Fürth)
- Sebastian Bierl (TV Fürth 1860)
- Stefan Maurer (TSV Burgfarrnbach)
- Sebastian Schmidt (DAV Sektion Fürth)
- Jonathan Weiß (Lebenshilfe Fürth)
- Auguste Grothoff (Amt für Sport und Gesundheitsförderung)
- Stefanie Krauß (Special Olympics Deutschland)
Aktuelle Ansätze und Beispiele
Im Austausch wurde deutlich, dass bereits viele gute Ansätze vorhanden sind:
- Der BLSV möchte das Sportabzeichen künftig verstärkt inklusiv anbieten, um mehr Menschen mit Beeinträchtigung zu erreichen.
- Beim TV Fürth 1860 ist die Ballschule bereits inklusiv ausgerichtet, weitere Angebote sind denkbar.
- Beim TSV Burgfarrnbach ist das Cheerleader-Team „Farnbach Shamrocks“ bereits inklusiv aufgestellt. Zudem besteht Interesse, weitere inklusive Angebote, beispielsweise im Tischtennis, zu schaffen.
- Der DAV Sektion Fürth sieht grundsätzlich Interesse an inklusiven Angeboten, benötigt jedoch passende Rahmenbedingungen und Kapazitäten.
- Die Lebenshilfe Fürth engagiert sich bereits in mehreren Projekten und setzt sich insbesondere für mehr Teilhabe im Ehrenamt ein.
Gemeinsame Ziele
Die Teilnehmenden verständigten sich auf zentrale Ziele für die zukünftige Zusammenarbeit:
- Entwicklung von Schulungen und einer möglichen Zertifizierung im Bereich „Inklusion im Sport“
- Stärkere Anerkennung und Förderung des Ehrenamts
- Bessere Sichtbarkeit inklusiver Angebote über moderne Kommunikationswege
- Ausbau barrierefreier Sportstätten
- Intensivere Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Verbänden und sozialen Trägern
- Aktive Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigung in Planung und Umsetzung
Herausforderungen
Als zentrale Hürden wurden benannt:
- fehlende barrierefreie Infrastruktur,
- begrenzte finanzielle Mittel,
- sowie sogenannte „Barrieren im Kopf“.
Ausblick
Das Netzwerk hat beschlossen, sich zunächst auf einige Vereine zu konzentrieren, die konkrete inklusive Angebote entwickeln und damit als Vorbild für andere dienen. Ziel ist es, Erfahrungen zu sammeln, Bedarfe zu erkennen und langfristig mehr Vereine für das Thema zu gewinnen.
Ein weiteres Netzwerktreffen ist Ende Juni 2026 geplant. Dabei sollen unter anderem vereinsübergreifende Angebote, die Gewinnung von Ehrenamtlichen sowie der Abbau baulicher und gedanklicher Barrieren im Fokus stehen.
Der TSV Burgfarrnbach wird diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten und sich für mehr Teilhabe und Offenheit im Sport einsetzen.